Onepager oder komplette Website?
Eine Entscheidungsregel statt einer Geschmacksfrage: Die Zahl der Seiten ergibt sich aus der Zahl der Suchanfragen, die Sie beantworten wollen.
Veröffentlicht 12. August 2026
Die Frage wird meist als Budget- oder Geschmacksfrage behandelt. Sie ist aber eine Suchfrage — und damit beantwortbar.
Die Regel
Alles andere folgt daraus. Ein Betrieb mit einer Kernleistung braucht keine sieben Seiten. Ein Elektrobetrieb, der bei „Wallbox Installation", „Photovoltaik" und „Elektriker Notdienst" erscheinen will, kommt mit einer Seite nicht aus — diese drei Suchen haben verschiedene Absichten und verlangen verschiedene Antworten.
Wann ein Onepager genügt
- Eine klar dominierende Leistung, alles andere ist Beiwerk.
- Kunden kennen Sie bereits oder kommen über Empfehlung und prüfen nur nach.
- Ihr Einzugsgebiet ist klein und der Wettbewerb überschaubar.
- Sie wollen schnell und günstig starten und später ausbauen.
Ein Onepager hat einen unterschätzten Vorteil: Er zwingt zur Klarheit. Es gibt keinen Platz für Füllmaterial, und der Besucher landet zwangsläufig beim Kontakt.
Wann Sie mehrere Seiten brauchen
- Mehrere Leistungen, die eigenständig gesucht werden.
- Deutlich unterschiedliche Zielgruppen — etwa Privatkunden und Hausverwaltungen.
- Mehrere echte Standorte.
- Sie wollen über Inhalte lokal sichtbar werden, nicht nur über das Profil.
- Es gibt Themen mit echtem Erklärungsbedarf: Förderung, Ablauf, Voraussetzungen.
Der häufigste Fehler in beide Richtungen
Zu wenig: Alle Leistungen als Aufzählung auf einer Seite. Dann wird der Betrieb für keine einzelne Leistung gefunden, weil keine Seite zu einer bestimmten Suchanfrage passt.
Zu viel: Zwölf Seiten, von denen acht aus drei Sätzen bestehen. Dünne Seiten helfen niemandem und schwächen die Seiten, die tatsächlich Substanz haben.
Ein praktikabler Mittelweg
Starten Sie mit einem gut gemachten Onepager. Beobachten Sie über die Search Console, wonach tatsächlich gesucht wird, wenn Leute bei Ihnen landen. Bauen Sie dann gezielt eine eigene Seite für die Leistung, die die meiste Nachfrage zeigt — und erst danach die nächste.
So wächst die Website entlang der echten Nachfrage statt entlang einer Vermutung, und jede neue Seite hat einen belegbaren Grund.