WebsiteErklärung7 Min. Lesezeit

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Die Preisspannen von Baukasten bis Agentur, was die Unterschiede tatsächlich ausmacht — und welche laufenden Kosten fast immer vergessen werden.

Veröffentlicht 12. August 2026

Angebote für dieselbe Anforderung reichen von 0 € bis 15.000 €. Das liegt nicht daran, dass jemand betrügt, sondern daran, dass sehr verschiedene Dinge gemeint sind. Hier die realistischen Spannen und was den Unterschied macht.

Selbst gebaut mit einem Baukasten

Etwa 10 bis 30 € im Monat, dazu Ihre eigene Zeit — realistisch 20 bis 40 Stunden für ein brauchbares Ergebnis. Machbar, wenn Sie Spaß daran haben und die Zeit übrig ist.

Die typischen Schwachstellen: langsam auf dem Handy, Kontaktwege an der falschen Stelle, kein Tracking, Rechtstexte aus dem Generator ohne Prüfung, und der Betrieb ist bei Google kaum auffindbar, weil niemand an Titel und Struktur gedacht hat.

Freiberufler oder kleiner Dienstleister

Etwa 500 bis 2.500 € einmalig. Hier entsteht die größte Qualitätsspanne überhaupt — vom sauberen, schnellen Ergebnis bis zum angepassten Fertigtemplate ohne jede lokale Ausrichtung.

Die entscheidende Frage an dieser Stelle ist nicht „wie sieht es aus", sondern: Ist Conversion-Tracking dabei? Wird das Google-Profil verbunden? Wird die Ladezeit gemessen? Wenn diese drei Punkte im Angebot nicht auftauchen, fehlt genau der Teil, der Anfragen erzeugt.

Agentur

Etwa 5.000 bis 15.000 € einmalig, oft mit Betreuungsvertrag. Das rechnet sich bei komplexen Anforderungen, mehreren Standorten oder wenn Branding und Fotoproduktion echter Teil des Projekts sind.

Für einen Handwerksbetrieb mit einer Kernleistung und einem Einzugsgebiet ist es in der Regel deutlich mehr, als der Zweck verlangt.

Was den Preis tatsächlich treibt

  • Anzahl der Seiten mit eigenständigem Inhalt — nicht die Anzahl der Menüpunkte.
  • Wer die Texte schreibt. Das ist der häufigste unterschätzte Aufwand.
  • Ob Bildmaterial vorhanden ist oder produziert werden muss.
  • Buchungssystem, Formulare mit Logik, mehrsprachige Inhalte.
  • Ob Tracking und Google-Anbindung enthalten sind.
  • Ob eine bestehende Seite migriert werden muss, inklusive Weiterleitungen.

Die laufenden Kosten, die selten im Angebot stehen

  • Domain: etwa 10 bis 20 € pro Jahr.
  • Hosting: etwa 5 bis 30 € pro Monat.
  • SSL-Zertifikat: bei den meisten Anbietern inklusive.
  • Aktualisierungen und Sicherheitspflege bei Systemen wie WordPress: monatlich oder als Vertrag.
  • Kleine Änderungen: entweder Ihre Zeit oder ein Stundensatz.

Woran Sie ein schlechtes Angebot erkennen

  • Ranking-Garantien. Niemand kann Positionen bei Google zusagen.
  • Kein Wort zu Ladezeit oder mobiler Bedienbarkeit.
  • Tracking und Messung tauchen nicht auf.
  • 24 Monate Mindestlaufzeit für eine einmalige Leistung.
  • Die Domain wird auf den Namen des Dienstleisters registriert.
  • Kein Zugang zum System nach Fertigstellung.

Der letzte Punkt ist der wichtigste. Domain und Zugänge müssen Ihnen gehören. Alles andere lässt sich reparieren — ein verlorener Domainzugang kostet Monate.

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